
Das Double-Chooz-Experiment untersucht Neutrinooszillationen. Insbesondere soll der bisher kaum bekannte kleine Mischungswinkel θ13 bestimmt werden, der ein Parameter für den Übergang der Masseneigenzustände eins und drei ist. Hierzu werden die Reaktorkerne des Kernkraftwerks Chooz als Antielektronneutrino-Quellen benutzt, da diese Teilchen bei den dort ablaufenden Kernreaktionen zwangsläufig entstehen und aufgrund ihres sehr geringen Wirkungsquerschnitts das Gebäude problemlos verlassen können. Da die Produktionsrate der Teilchen proportional zur Energieproduktion und damit bekannt ist, kann anhand der Messungen der Antielektronneutrinos in verschiedenen Abständen ausgerechnet werden, wieviele dieser Teilchen sich auf dem Weg zwischen den Messungen in andere Antineutrinos umgewandelt haben.
Unser Hauptbeitrag zum Double-Chooz-Experiment ist die Entwicklung des Level-1-Triggers für das innere Target, wobei eine Energieschwelle als Trigger dienen wird. Wir testen auch die Multiplizität auf ihre Eignung als zusätzliche Trigger-Größe. Zudem untersuchen wir den Einfluss verschiedener Gruppierungsvarianten der Photomultiplier und führen zu diesem Zweck Simulationen der Trigger-Effizienz durch. In unseren Werkstätten stellen wir Hardware her und führen ausgiebige Testläufe durch.