Einzelvorträge

 

Dienstag, 26.3.2019, C.A.R.L. H01

Auf der Suche nach Dunkler Materie und Antimaterie im Weltraum - Das AMS Experiment auf der Internationalen Raumstation

Prof. Dr. Stefan Schael

Das Alpha Magnet Spektrometer (AMS) wurde im Mai 2011 mit dem letzten Flug des Space Shuttles Endeavour zur Internationalen Raumstation (ISS) gebracht. AMS ist mit einem Gewicht von 7 Tonnen und Abmessungen von 5m x 4m x 3m mit Abstand das größte und aufwändigste Experiment zur Grundlagenforschung auf der ISS. An Entwicklung und Bau dieses weltweit einmaligen Forschungsinstrumentes haben über 500 Wissenschaftler aus 16 Ländern mehr als 15 Jahre lang gearbeitet. Seit Mai 2011 hat AMS mehr als 130 Milliarden Teilchen der kosmischen Strahlung genau vermessen, weit mehr als alle vorangegangenen Experimente auf diesem Forschungsgebiet zusammen. Die damit erstmals möglich gewordenen Präzisionsmessungen geben neue und unerwartete Einblicke in hochenergetische Prozesse in unserer Milchstraße und erlauben es, Fragen zur Natur der Dunklen Materie und zur Materie-Antimaterie Asymmetrie im Universum unter neuen Gesichtspunkten zu untersuchen. AMS wird noch mindestens bis 2024 auf der ISS in Betrieb sein. Die wichtigsten wissenschaftlichen Resultate von AMS werden zusammengefasst und die Perspektiven für dieses spannende Forschungsgebiet über das Jahr 2024 hinaus werden aufgezeigt.

Öffentlicher Abendvortrag im Rahmen der DPG-Frühjahrstagung. Der Eintritt ist frei.

 

 

Dienstag, 19.6.2018, 19:30, Generali Saal im Super C

Podiumsdiskussion der jungen DPG :
Hast Du Dich schon einmal gefragt, wie Mathematiker, Physiker und Philosophen arbeiten?

Es diskutieren: Prof. Dr. Gabriele Gramelsberger (Philosophie), Prof. Dr. Erich Grädel (Mathematik), Prof. Dr. Michael Krämer (Physik)


Während der Veranstaltung werden Repräsentanten aus den jeweiligen Feldern zu verschiedenen Themen befragt.
Einige Themen sind:
Arbeiten am LHC und Gegenüberstellungen verschiedener Arbeits- und Denkweisen.
Zum Ende kann man den Rednern eigene Fragen stellen

Der Eintritt ist frei. Es ist keine Voranmeldung nötig.

 

Freitag, 15.12.2017, um 13:00 Uhr im Raum MBP2 015 (Raum 015 im Modulbau Physik 2, Physikzentrum)

Physics and Nuclear Disarmament

Dr. Malte Göttsche, Junior Research Group Leader, Aachen Institute for Advanced Study in Computational Engineering Science (AICES)

According to independent estimates, there exist today over 15,000 nuclear weapons, and large weapons-usable fissile material stocks allowing the production of many more. To enable international agreements on warhead and fissile material reductions, a strong verification regime is essential. This requires both policy and physics research, as new verification concepts and techniques will be required. This talk introduces recent scientific developments and future research needs. On the one hand, techniques suited to establish the authenticity of nuclear warheads to be dismantled must be developed. For this purpose, gamma spectrometry (to determine isotopic composition) and neutron multiplicity counting (to determine fissile mass) can be utilized. These techniques require, however, adaptations in order to make them usable for this context. On the other hand, new techniques are required to estimate the amount of produced weapons-usable fissile materials. This is the purpose of nuclear archaeology, which attempts to reconstruct the past fissile material production. In shut-down reactors, for instance, samples can be taken and an analysis of trace impurities may yield information on the plutonium production. Measuring the isotopic composition of radioactive waste can potentially deduce further valuable information. These and other approaches must then be tied together as part of an integrated nuclear archaeology concept, for which new simulation tools will be required.

 

Dienstag, 21. November 2017, 19.30 Uhr, Krönungssaal des Aachener Rathauses, Markt

Science for Peace: Warum Forscher Frieden schaffen und Frieden brauchen!

Diskussionsteilnehmer
Herwig Schopper, Physiker, ehemaliger Direktor CERN und DESY
Professor Ralph Rotte, Lehr- und Forschungsgebiet Internationale Beziehungen, Institut für Politische Wissenschaft IPW, RWTH Aachen
Professor Ghaleb Natour, Director of the Central Institute of Engineering, Electronics and Analytics – Engineering and Technology (ZEA-1), Forschungszentrum Jülich

 

Moderation: Jens Tervooren (WDR)

 

Der Eintritt ist kostenfrei.

 

Dienstag, 24. November 2015, 18.30 Uhr, Ford-Saal, SuperC, Templergraben 57

JARA-FAME: Auf der Suche nach der Antimaterie

Professor Henning Gast, Lehrstuhl für Experimentalphysik I B und I. Physikalisches Institut, Juniorprofessur für ExperimentelleAstroteilchenphysik, RWTH Aachen

Professor Andreas Lehrach, Institut für Kernphysik IKP4, Forschungszentrum Jülich, Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften, RWTH Aachen

 

Unser heutiges Universum besteht aus einem winzigen Rest anMaterie, der sich kurz nach dem Urknall nicht wieder mit Antimaterie vernichtet hat. Welchen Unterschied aber gibt es zwischenMaterie und Antimaterie? Und wie kann uns Antimateriebei der Suche nach der rätselhaften dunklen Materie helfen?In diesem Vortrag werden zwei wissenschaftliche Experimentevorgestellt, die sich im Rahmen von JARA-FAME mit diesen Fragenbeschäftigen: JEDI am Kühlersynchrotron COSY in Jülichund AMS auf der Internationalen Raumstation ISS.

Der Eintritt ist kostenfrei.

 

Mittwoch, 28. Oktober 2015, 19 Uhr Hörsaal HKW 1, Wüllnerstraße 1

Rätselhafte Neutrinos - Der Physiknobelpreis und die aktuelle Neutrinoforschung

PD Dr. Stefan Roth, Lehrstuhl für Experimentalphysik III B und III. Physikalisches Institut

 

Neutrinos gelten seit ihrer Vorhersage im Jahr 1930 durch Wolfgang Pauli als die wohl rätselhaftesten Elementarteilchen. Obwohl es sich um die zweithäufigste Teilchensorte im Universum handelt - nur Photonen gibt es häufiger - sind es die Teilchen, über die wir bis heute noch am wenigsten wissen.

Um die Jahrtausendwende wiesen der Japaner Takaaki Kajita und der Kanadier Arthur McDonald in zwei Experimenten auf unterschiedliche Art und Weise nach, dass sich die drei bekannten Neutrinosorten in einander umwandeln. Die Entdeckung dieser sogenannten Neutrino-Oszillationen wird im Jahr 2015 mit dem Physik-Nobelpreis geehrt.

Welche Bedeutung diese Entdeckung für die Physik hatte, wie es seitdem weiterging und insbesondere welche Beiträge die RWTH Aachen zur aktuellen Neutrinoforschung leistet - darüber soll in diesem Vortrag berichtet werden.

Der Eintritt zum Vortrag ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich.